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  Michael-Jürgen - genannt Fiffi - Schlagzeug

Fiffi bei der Arbeit - man sieht, dass es ihm Spass macht! 

 

Opa hat Schuld!

    ...denn er hat mir das Trommeln beigebracht,       -dadurch bin ich zum Spielmannszug des Bergmannvereins gekommen.                              -habe ich mit den Beat-nicks „Negermusik“ gemacht.
-bin ich in ein Bundeswehr-Musikkorps gekommen.
-wurde ich mit 53 pensioniert.
-kann ich meinen Lebensabend mit Hobbys und Reisen verbringen
.
                               
Und das kam so:

Mein Opa hatte Schlagzeug bei der Kapelle Wolf gespielt. Marschmusik, Platzkonzerte und Tanzmucken waren die Spezialitäten dieser Band.
Als ich 5 Jahre alt war, bekam ich von meinem Opa eine Trommel, mit der ich dann in der Kapelle mitspielen durfte. Ich war 11 Jahre alt, als bei einem Besuch in Opas Stammkneipe
„Bavaria Klause“ einige Mitglieder des Spielmannzuges der BKB Kapelle zusammen kamen, die dort bei viel Bier versuchten, ihr Bestes zu geben. Auch ich habe dann eine Trommel ergriffen und mitgemacht, worauf hin ich sofort engagiert wurde. Mit schicker Uniform sind wir dann jahrelang auf allen Festen des Landkreises unterwegs gewesen.
1964 bin ich dann bei den Beat-nicks eingestiegen, obwohl ich vorher noch nie eine solche Musik gemacht habe und diese auch nur aus dem Radio kannte. Es hat aber geklappt und ich bin dabei geblieben. Natürlich hatte ich damals kein eigenes Schlagzeug, also habe ich Opa gefragt, mir von ihm die Drums gepumpt und bei Pelull losgerockt. Eines Abends geht dort die Tür auf, Opa guckt rein und verschwindet ganz schnell wieder. Am nächsten Tag musste ich das komplette Teil abgeben, denn er erklärte mir, dass er für Negermusik nichts verleihen würde… Habe dann aber bald ein eigenes Schlagzeug kaufen können, SONOR, in türkis-flimmernd! War damals der Knaller und ich habe über 20 Jahre darauf gespielt.
1966 kam dann der Super-GAU: MUSTERUNG!

Trotz meiner Röntgenbilder, die meine kranke Wirbelsäule zeigten, bekam ich die niederschmetternde Meldung:  TAUGLICH! Somit wurde ich 1967 eingezogen. Im Musikkorps in Lüneburg wurden Musiker gesucht. Dort habe ich dann vorgespielt und wurde als Ausbilder für Spielleute eingestellt. Bald habe ich erkannt, dass sich hier eine Möglichkeit ergibt, mein Hobby als Beruf auszuüben, so dass ich mich dann verpflichtet habe. Daraufhin wurde ich während meines Unterrichts an der Musikhochschule in Hamburg als Schlagzeuger ausgebildet. Nach 2 Lehrgängen in München als Sanitäter wurde ich 1974 dann Berufssoldat.
In den folgenden Jahren sind wir viel gereist und ich habe auf vielen Veranstaltungen in ganz Europa und den USA teilgenommen. So spielten wir bei der Olympiade 1972 in München und mehrfach bei der Steuben-Parade in New York. Es gab Fernsehauftritte (z.B. „Ein Platz an der Sonne“) und regelmäßige LP-, später CD-Aufnahmen. Zum Alltag gehörte es auch, Künstler zu begleiten, auf großen Bällen mit der Big Band zu spielen, aber auch auf Schützenfesten zu mucken.
Damals hatten wir in Lüneburg auch eine Band, die „Brennerbesetzung“, eine Spaßband, mit der wir nach Dienstschluss auf Polterabenden etc. gespielt haben. Unser Tubist kam aus Düsseldorf, wodurch wir dann mal zum Karneval dorthin gefahren sind. Dort landeten wir auch mal in einem Bordell und haben für die Damen im Kontakthof gespielt. Leider war auch ein Pressefuzzy zugegen, der Fotos von uns gemacht hat und am nächsten Tag waren wir in allen Tageszeiten der Republik, natürlich auch in der Bild-Zeitung. SKANDAL! Der General mit seinen Leuten stand Kopf. Von Rausschmiss und Degradierung war die Rede, aber bald ist alles im Sande verlaufen. Wir aber hatten für die nächste Zeit den Namen „Bordellphilharmoniker“ weg…!
Die Band löste sich irgendwann auf, da einige Mitglieder versetzt wurden. Ich selbst kam 1986 zum Heeresmusikkorps 6 nach Hamburg, wo ich bis 1993 blieb. Zu meinem Glück konnte ich  dann zurück nach Lüneburg.
Im März 2000 wurde ich im Alter von 53(!) in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. 33 Jahre Bundeswehr verschleißen den Menschen… ;-) - Seitdem nutze ich die Zeit vornehmlich mit Reisen. Ein ganzes Jahr USA mit eigenem Wohnmobil und Motorrad, jetzt schon über Jahre Überwinterung in Thailand, im Sommer reisen mit einem Boot und/oder dem Wohnmobil, im Herbst USA.
Wenn ich mal zu Hause bin, spiele ich auch noch in einer Oldieband und mache Dixieland und Jazz.

Das Schönste im Jahr ist allerdings das Beat-nicks-Treffen
(früher Weihnachten, nun Pfingsten). Es macht immer noch unwahrscheinlich viel Spaß, alte Rocker zu spielen und mit Freunden über die gute alte Zeit zu klönen. Dabei schmeckt natürlich auch immer noch das ein oder andere kühle Blonde.

Also, alles in allem super gelaufen. Ich kann nur noch sagen: 

 

 

 

 

...Danke OPA!!!